English

Ebendorferstraße 7
1010 Wien
T +43 1 534 08 -0
F +43 1 534 08 -699
E hochschulbildung@oead.at

Team Erasmus+ Hochschule (pdf)

Logo Programm Erasmus+

Aspekte der Zusammenarbeit von Hochschule und Arbeitswelt

Die Kooperation zwischen Hochschule und Arbeitswelt hat eine immense Bedeutung für die Entwicklung und Vertiefung des Wissenstransfers zwischen dem tertiären Sektor sowie Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die nationale und europäische Wettbewerbsfähigkeit und Bestrebungen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Letztlich geht es durch den Innovationstransfer zwischen Hochschulen und der Gesellschaft  um die Aufwertung und Erhaltung der Wirtschaftsstandorte Europa bzw. Österreich und damit um den Wohlstand.
Für die Nationalagentur ist es daher ein großes Anliegen auch in diesem Bereich präsent zu sein und als Multiplikatorin und Netzwerkerin beratend zur Verfügung zu stehen, zumal das europäische Bildungsprogramm ERASMUS+ vielfältige Möglichkeiten bietet, die vorangegangenen Punkte in internationalen Settings zu bearbeiten.
Nachfolgend finden Sie nähere Ausführungen zu einigen Punkten, sowie Angaben dazu, was ERASMUS+ für Studierende, Lehrende, Hochschulstandorte und Unternehmen beiträgt.

> Employability

WAS HEISST DAS?
Employability-Bestrebungen zielen darauf ab, junge Menschen im Rahmen ihrer Bildungsaktivitäten bestmöglich auf die Arbeitswelt in einem weiteren Sinne vorzubereiten.
Durch eine verstärkte Zusammenarbeit von Unternehmen und Hochschulen können bspw. berufsfeldbezogene Schlüsselkompetenzen und Qualifikationen einfacher identifiziert und in weiterer Folge an Studierende vermittelt werden. Davon profitieren zunächst die Studierenden, die sich dadurch einfacher am Arbeitsmarkt zurechtfinden. Umgekehrt liegt es aber auch im Interesse von Unternehmen, dass Absolvent/innen schon während ihres Studiums jene fachlichen, persönlichen und sozialen Kompetenzen  vermittelt bekommen, um für allerlei berufliche Zukunftsentwicklungen bestmöglich gerüstet zu sein.

WAS TRÄGT ERASMUS+ BEI?
Beiden Ansprüchen wird unter Erasmus+ Genüge getan, indem im Rahmen von Projekten der Leitaktion 2 (bspw. Strategischen Partnerschaften oder Wissensallianzen) die Möglichkeit geboten wird, Projekte zu relevanten Themen zu initiieren und Curricula richtungsweisend zu adaptieren bzw. zu konzipieren.
Ein sehr positiver Beitrag ist auch die Möglichkeit für Expert/innen aus der Praxis und aus Hochschulen, im Rahmen der Leitaktion 1 einen geförderten Auslandsaufenthalt im jeweils anderen Feld zu absolvieren. Es kommt somit zu professionellem Austausch, der als Anreiz für eine zukünftige Kooperation dienen kann.
Ebenso vermag das Programm im Hochschulbereich durch Praktika für Studierende und Graduierte einen wesentlichen Beitrag zu leisten, Arbeitssuchende und Arbeitgeber/innen auf internationaler Ebene mit einander zu vernetzen.

> Diversifikation

WAS HEISST DAS?
Kooperationen zwischen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen können zu einer fortschreitenden Diversifikation der Hochschullandschaft führen bzw. einer breiteren Angebotspalette in der Lehre.
Wie man am erfolgreichen Beispiel der Fachhochschulen sieht, eröffnet die fortschreitende Kooperation von Wissenschaft und Arbeitswelt neue Möglichkeiten im Bereich der Hochschulbildung durch eher wissenschaftsbasierte oder berufspraktische Fokussierungen in der Kompetenzvermittlung.

WAS TRÄGT ERASMUS+ BEI?
Unter Erasmus+ können einerseits im Rahmen von Projekten der Leitaktion 2 (bspw. Strategischen Partnerschaften oder Wissensallianzen) Möglichkeiten vorgefunden werden sich inhaltlich mit strategischen Herausforderungen der Hochschullandschaft zu beschäftigen.
Darüber hinaus ist es aber auch gerade die Möglichkeit von Studierenden im neuen Programm relativ kurze Praktika im Ausland zu absolvieren (mindestens 2 Monate), die auf die sich ändernden Curricula eingeht und so die Diversifikationsentwicklungen unterstützt.

> Interkulturelle Kompetenzen

WAS HEISST DAS?
Die soziale und interkulturelle Kompetenz beschreibt die Fähigkeit des erfolgreichen Umgangs mit anderen Personen beziehungsweise mit Personen aus anderen Kulturen sowie des Zurechtfindens in einem anderen Kulturkreis.
Mit der zunehmenden internationalen Verflechtung von Wissenschaft und Wirtschaft und der verstärkten interkontinentalen Mobilität von Arbeitnehmer/innen innerhalb Europas, werden interkulturelle Kompetenzen immer öfter  von Arbeitgeber/innen vorausgesetzt.
Für eine erfolgreiche Karriere, insbesondere in Berufsfeldern  in denen der internationale Austausch unerlässlich zur Angebotsentwicklung beiträgt,  wird daher oft schon Auslandserfahrung erwartet.

WAS TRÄGT ERASMUS+ BEI?
Durch Projekte wie den europaweiten Studierendenaustausch, Praktikumsaufenthalte im Ausland oder den Austausch von Lehrenden, werden Chancen geschaffen sich diese Kompetenzen anzueignen. Internationale Kooperationsprojekte von Hochschulen und Unternehmen können überdies Vorkehrungen schaffen, um interkulturelle Lernangebote nachhaltig zu entwickeln und in die eigenen Strukturen einzubetten.

> Entrepreneurship und Innovation

WAS HEISST DAS?
Durch einen verstärkten Fokus auf unternehmerische Fähigkeiten wie betriebswirtschaftliche Kenntnisse und die Entwicklung von Soft Skills wie Risikomanagement?, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein wird der Unternehmer- und Innovationsgeist von Studierenden gefördert. Ziel ist es Studierenden das Handwerkszeug mitzugeben sich mit guteneigenen Idee selbständig machen zu können und nach eigenen Vorstellungen Innovationen zu generieren. Die Intention ist hier die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Belebung der Wirtschaft.


WAS TRÄGT ERASMUS+ BEI?
Studierende erwerben diese Fähigkeiten einerseits durch Auslandspraktika im Rahmen der Leitaktion 1 von ERASMUS+, wo sie unternehmerisches Denken erlernen können. Andererseits können Hochschulen ihre Curriculum so adaptieren, dass Studierende auch an der Heimateinrichtung die Möglichkeit vorfinden sich dahingehend zu entwickeln. Denkbar ist hier der Zusammenschluss von Hochschulen zu strategischen Partnerschaften. Zusätzlichen können Unternehmen eingebunden werden und im Rahmen von Wissensallianzen nachhaltige Lernkooperationen durch Hochschul-Business-Kooperationen erreicht werden.

> Wissens- und Innovationstransfer

WAS HEISST DAS?
Das Wissen von Mitarbeiter/innen ständig auf dem neuesten Stand zu halten, ist ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Daher ist ein reger Wissenstransfer, also ein strukturierter Prozess der Wissensübergabe zwischen Organisationen, wo Wissen generiert wird und jenen, wo es angewendet werden kann und soll, unerlässlich. Ebenso versteht man unter Innovationstransfer einen geplanten und unterstützenden Prozess, mit dem durch neue Ideen Lösungen und hervorragende Ergebnisse entstehen, die einer wirtschaftlichen und wertschöpfenden Nutzbarmachung zugeführt werden.


WAS TRÄGT ERASMUS+ BEI?
Durch das Erasmus+ Rahmenprogramm wird es verstärkt ermöglicht den Wissens- und Innovationstransfer zwischen Hochschulen und Unternehmen zu fördern. Dies wird einerseits durch die strategische Zusammenarbeit von Hochschulen und Unternehmen im Rahmen von Kooperationsprojekten gefördert und andererseits durch Einzelmobilitäten, wie Studierendenpraktika in (ausländischen) Firmen und mobile Hochschullehrende. Das an Hochschulen produzierte und vorhandene Wissen kann auf diesem Weg wirtschaftlich nutzbar gemacht werden.

nach oben DruckenSeite drucken