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Mag. Angelika Zojer steht uns heute Rede und Antwort und gibt einen Überblick zur Leitaktion 1 unter Erasmus+, im Hochschulbereich. 

1) Liebe Angelika, könntest du uns die Leitaktion 1 in Erasmus+ für den Hochschulbereich kurz vorstellen, um uns ein Bild machen zu können. Welche Möglichkeiten gibt es da?

Leitaktion 1 des Erasmus+ Programms fördert im Hochschulbereich die Mobilität von Studierenden, Lehrenden und allgemeinem Hochschulpersonal.

Das heißt konkret, dass Studierende die Möglichkeit haben einen geförderten Studienaufenthalt an einer Gasthochschule oder ein Praktikum in einem Unternehmen oder einer anderen Einrichtung in einem der 33 Programmländer zu absolvieren. Die Möglichkeit für Praktika steht auch noch Graduierten offen, sofern sie sich noch während des Studiums für die Förderung bewerben. Jede und jeder Studierende kann damit pro Studienzyklus bis zu zwölf Monate mit finanzieller Unterstützung der EU im Ausland verbringen.

Auch Lehrende und allgemeines Hochschulpersonal können eine Förderung für kürzere Auslandsaufenthalte absolvieren, um entweder an einer Gasthochschule zu lehren oder an einer Fortbildung teilzunehmen.

Darüber hinaus wird es heuer erstmals die Möglichkeit für geförderte Studien-, Lehr- und Fortbildungsaufenthalte in die sogenannten Erasmus+ Partnerländer, d.h. im Wesentlichen in Länder außerhalb Europas geben. 
Dann wären noch die internationalen Joint Master Programme in Leitaktion 1 zu nennen, für die sich Studierende bewerben können. Diese Förderungen werden aber direkt von den jeweiligen Eliteprogrammen verwaltet.

Schließlich gehören auch die Darlehen für Masterstudierende in die Leitaktion 1. Diese werden aber nach einem Auswahlverfahren von Bankinstituten durch die Europäische Kommission, direkt von diesen vergeben. Demnach hat die Nationalagentur hier keine zentrale Rolle.  

2) Du hast ja selbst auch einen Aufenthalt absolviert. Würdest du sagen eine positive Erfahrung?

Absolut. Ich denke, Studierende sollten die Möglichkeit einen Auslandsaufenthalt zu absolvieren unbedingt nutzen und die finanzielle Unterstützung des Erasmus+ Programm erleichtert dieses Vorhaben enorm.

Von meinem 9-monatigen Studienaufenthalt in Großbritannien habe ich persönlich sehr profitiert. Ich habe das britische Hochschulsystem kennengelernt, habe viele Freundschaften geschlossen, konnte interkulturelle Kompetenzen erwerben und meine Sprachkenntnisse verbessern. Dazu kommt, dass ich mit deutlich mehr Selbstbewusstsein von meinem Aufenthalt zurückgekehrt bin.

Für mich als damalige Studentin der Politikwissenschaft war es außerdem sehr interessant die politischen Geschehnisse in meinem Gastland, das ja ein ganz anderes politisches System als Österreich hat, unmittelbar mit zu verfolgen.

Mein eigener Erasmus Aufenthalt ist nun zwar schon einige Jahre her, aber er hat mich auf jeden Fall geprägt und ich denke sehr gerne daran zurück.

3) Was sind also die nächsten Schritte für diejenigen, die jetzt auf den Geschmack gekommen sind und eine Förderung beantragen wollen?

Alle, die Lust auf einen Auslandsaufenthalt haben, informieren sich am besten im International Office der eigenen Hochschule oder beim Erasmus-Koordinator oder bei der Erasmus-Koordinatorin des Studiengangs über die Details und können sich auch dort für die Förderung bewerben.

 

Zur Person:
Mag. Angelika Zojer arbeitet im Hochschulteam der Nationalagentur. Das ist jene Fachabteilung in der OeAD GmbH, die für die Abwicklung des europäischen Bildungsprogrammes Erasmus+ zuständig ist.

Dabei betreut sie mit ihren Kolleg/innen Elmar Harringer, Juhani Kylander, Margit Dirnberger, Tobias Schneider und Ruth Girstmaier die Leitaktion 1 und steht speziell bei Fragen rund um Praktikumsmobilitäten gerne mit Rat und Tat beratend zur Verfügung.

Darüber hinaus ist Angelika Zojer mit für das Themenfeld „Hochschule und Arbeitswelt“ im Team zuständig, sowie das Projekt „Erasmus back to school“.

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