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Studierendenzentriertes Lehren und Lernen

Studierendenzentriertes Lehren und Lernen gilt als einer der Prioritäten im Europäischen Hochschulraum schlechthin:

"Enhancing the quality and relevance of learning and teaching is the main mission of the EHEA [European Higher Education Area]. We will encourage and support higher education institutions and staff in promoting pedagogical innovation in student-centred learning environments and in fully exploiting the potential benefits of digital technologies for learning and teaching".


Quelle: Bologna Yerevan Communiqué 2015, S. 2

Doch was verbirgt sich hinter diesem Schlagwort? Zur Orientierung wesentliche Definitionen und Auffassungen:

Student Centered Learning aus Sicht der österreichischen Hochschulkonferenz

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  • Fokusverschiebung vom Lehren auf das Lernen und auf die Studierenden
  • Bedürfnisse und Interessen der Studierenden stehen im Mittelpunkt und die Individualität jeder/jedes Einzelnen wird berücksichtigt (unterschiedliches Vorwissen, sozialer Hintergrund, Lerntyp etc.)
  • Aktive Partizipation und Interaktion ermöglichen
  • Studierende müssen aktive Rolle in der Lehre haben – “Enabling“ statt “Telling“
  • Studierende nicht als reine Wissensempfängerinnen und Wissensempfänger, sondern als aktive Partnerinnen und Partner im Hochschulwesen erkennen
  • Mitbestimmungsrechte von Studierenden an der Gestaltung vom Hochschulalltag, der inhaltlichen und didaktischen Gestaltung der Lehre und der Studienstruktur
  • Die Beziehung von Studierenden und Lehrenden muss auf gegenseitigem Respekt und Austausch basieren.
  • Forschungsgeleitete und problemlösungsorientierte Lehre
  • Vielfältige und anforderungsgerechte Anwendung von Methoden (z. B. auf Gruppengröße, Lehrinhalt, Gruppendynamik etc.), die aktive Rolle von Studierenden und Interaktion ermöglichen
  • Eigenständigkeit und Freiheiten von Studierenden fördern
  • Reflexiver Prozess: Regelmäßige Evaluierung und Entwicklung einer Feedbackkultur
  • Transparenz schaffen (z. B.: Was passiert in der Lehrveranstaltung? Worauf basiert Leistungsbeurteilung etc.?)

Quelle bzw. weiterführende Literatur:
ÖH-Bundesvertretung (2012). Forum Hochschule – Kapitel Qualität der Lehre (S. 58-85), Wien.
ESU – European Student’s Union (2010). Student Centered Learning – Toolkit for students, staff and higher education institutions. Brüssel.

Student Centered Learning laut ECTS Leitfaden 2015

Das studierendenzentrierte Lernen (SCL) stellt einen qualitativen Sprung für Studierende und andere Lernende in einer Lernumgebung dar, die deren Selbständigkeit und kritische Fähigkeiten durch einen ergebnisorientierten Ansatz stärkt. Das Konzept des SCL kann folgendermaßen zusammengefasst werden:

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  • Schwerpunkt auf aktivem und weniger auf passivem Lernen;
  • Betonung auf kritisches und analytisches Lernen und Verstehen;
  • Zunehmend Eigenverantwortung und Rechenschaftspflicht seitens des Studierenden;
  • Stärkere Autonomie des Studierenden;
  • Ein reflektierter Ansatz im Lern- und Lehrprozess sowohl auf Seiten des Studierenden als auch des Lehrenden.

Quelle: ECTS Leitfaden 2015, S. 15

Overview on Student Centred Learning in Higher Education in Europe

PASCL Studie zu studierendenzentriertem Lernen

Die Europäische Studierendenvertretung (ESU) hat 2016 eine europaweite Vergleichsstudie zur Wahrnehmung, Auffassung und Umsetzung des studierendenzentrierten Lehrens und Lernens veröffentlicht.

Die 9 Grundprinzipien der Studie – was ist in Europa bemerkbar?

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  1. Studierendenzentriertes Lernen setzt einen laufenden selbstreflexiven Prozess voraus
  2. Studierendenzentriertes Lernen bietet keine „One-Size-Fits-All“ Lösung
  3. Studierende haben unterschiedliches Lernverhalten
  4. Studierende haben verschiedene Bedürfnisse und Interessen
  5. Unterrichtsmaterial und Lerninhalte: Studierende möchten unterschiedliche Lehransätze und lernen dadurch effizienter;
  6. Studierende bringen einen unterschiedlichen Erfahrungsschatz und Wissensstand mit in den Unterricht
  7. Studierende sollten ein Mitspracherecht bzw. Kontrolle über den Lerninhalt haben
  8. Studierendenzentriertes Lernen bedeutet nicht Informationsweitergabe, sondern die Unterstützung von Analyse, Verständnis, Kritik, Erkenntnis und vernetztem Denken
  9. Studierendenzentriertes Lernen bedeutet: gleiche Augenhöhe zwischen Studierenden und Lehrenden.
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