English

Ebendorferstraße 7
1010 Wien
T +43 1 534 08 -0
F +43 1 534 08 -699
E hochschulbildung@oead.at

Team Erasmus+ Hochschule (pdf)

Logo Programm Erasmus+

Kontaktdaten:
Gerhard Volz
Bereichsleitung Erasmus+ Hochschule

Regina Aichner
Bologna-Servicestelle
T +43 1 53408-111
E bologna@oead.at


ECTS - European Credit Transfer and Accumulation System

ECTS ist ein studierendenzentriertes System für die Akkumulation und Übertragung von Credits, basierend auf den Prinzipien der Transparenz von Lern-, Lehr- und Bewertungsprozessen. Es zielt auf die Unterstützung der Planung, der Durchführung und der Evaluierung von Studienprogrammen sowie der Studierendenmobilität durch die Anerkennung von Lernergebnissen und Qualifikationen sowie Studienaufenthalten ab. [Aus ECTS User’s Guide 2015, key Features]

Üblicherweise werden jene Leistungen angerechnet, die dem im Voraus vereinbarten Studienprogramm, dem Learning Agreement, entsprechen.

ECTS Leitfaden 2015: Unterstützende Materialien

ECTS Leitfaden 2015

Die Europäischen Bologna follow-up Group hat es sich 2012-2015 zur Aufgabe gemacht, den ECTS Leitfaden 2009 an aktuelle technologische Errungenschaften in der Hochschullehre und an Bedürfnisse des Lebenslangen Lernens anzupassen. Die nationale Expertin für den Europäischen Hochschulraum Regine Bolter war in der entsprechenden Arbeitsgruppe (Revision of the ECTS Users' Guide) maßgeblich an den Neuerungen beteiligt. Der neue Leitfaden wurde im Zuge des Ministeriellen Treffens in Yerevan (14.-15.5.2015) von 48 Ländern angenommen. 

Wesentliche Neuerungen im ECTS Leitfaden 2015 (Auswahl):

  • der Begriff "Credits" soll im Europäischen Hochschulraum nicht mehr in die jeweilige Landessprache übersetzt werden, auch wurden andere Begriffe im Glossar präzisiert;
  • Credits sollen nur in ganzen Zahlen verwendet werden (Ausnahme: einheitliche Modulgröße mit 7,5 Credits);
  • Paradigmenwechsel vom lehrenden- zum studierendenzentrierten Lehren und Lernen;
  • Berücksichtigung von neuen Lehr-/Lernformen (Open Education, MOOCs, blended learning...);
  • ECTS für Programmdesign, Lehre und Begleitung: Credits-Aufteilung sollte regelmäßig beobachtet und ggf. überarbeitet werden;
  • Short Cycle Studien (Kurzstudien) sind Teil des ECTS und der Bologna-Studienarchitektur, d.h. dem BA-Studium vorgelagert (Qualifikationsrahmen). In Österreich sind keine Kurzstudien eingerichtet;
  • Aufweichung des Reglements hinsichtlich Anwendung von ECTS auf Ebene des PhD/Doktorats (nicht verbindlich);
  • Credit Mobility: klare Regelung, welche alleinige Ansprechperson für das Learning Agreement und für die Anerkennung zuständig ist;
  • ausschlaggebend bei der Anrechnung sich nicht die gleiche Anzahl der erworbenen Credits, sondern das Übereinstimmen der Lernergebnisse;
  • Leitfaden zur Erstellung der obligatorischen Notenverteilungstabelle (Grade Distribution Table) inklusive Beispiele guter Praxis; 
  • Notenumrechnung (Grade Conversion) ist nicht obligatorisch, fördert jedoch die Fairness für Studierende;
  • Präzisierungen für die Bereiche ECTS für non-formales und informelles Lernen, ECTS und LLL sowie ECTS und Qualitätssicherung;
  • Der Leitfaden 2015 bietet um Anhang neben Beispielen zur Notenumrechnung auch eine Leseliste sowie Beispiele für Programmprofile und Lernergebnisse an.
nach oben DruckenSeite drucken