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Exekutivagentur EACEA - Sector Skills Alliances

Antragsrunde 2017 - Unterlagen


Ziele

Achtung: Die Aktion wird für die Antragsrunde 2017 im Rahmen eines eigenen Aufrufs zur Einreichung von Vorschlägen umgesetzt.

Allianzen für branchenspezifische Fertigkeiten (Sector Skills Alliances) sind transnationale Kooperationsprojekte mit dem Ziel, Qualifikationsdefizite bei einem oder mehreren Berufsprofilen in einer bestimmten Branche abzubauen. Branchen werden entsprechend der statistischen Systematik NACE definiert.

Wesentliche Akteure aus Berufsbildung und Arbeitswelt tauschen sich zwei, drei oder vier Jahre lang zu bestehenden oder sich abzeichnenden spezifischen Arbeitsmarktanforderungen der Branche aus. Auf Basis detaillierter Erhebungen entwickeln sie grenzüberschreitende Berufsbildungsinhalte sowie Unterrichts- und Ausbildungsmethoden für europäische Kernberufsprofile. Sie sollen dazu beitragen, Qualifikationsangebot und –nachfrage in Einklang zu bringen und die Wettbewerbsfähigkeit der betreffenden Branche nachhaltig zu steigern.

Anträge können in den folgenden drei „Losen“ eingereicht werden.

Achtung: Folgende Branchen können ausschließlich in Los 3 einreichen:
 
  • Automobilindustrie
  • Verteidigung
  • Maritime Technologien
  • Geoinformationen aus dem All
  • Textil-, Bekleidungs-, Leder- und Schuhindustrie
  • Tourismus
Los 1 – Allianzen für die Ermittlung des Qualifizierungsbedarfs

 

Diese Allianzen forschen zu Arbeitsmarktanforderungen und untersuchen Qualifikationsdefizite in einem bestimmten Wirtschaftssektor. Sie liefern wesentliche Grundlagen für Bildungsangebote, die unmittelbar darauf reagieren.

Los 2 – Allianzen für Entwicklung und Erstellung von Berufsbildungsangeboten

 

Auf Grundlage von ermittelten Qualifikationsdefiziten bzw. Qualifikationsbedarf in einem bestimmten Wirtschaftszweig entwerfen diese Allianzen Lehrpläne und Ausbildungsmethoden. Sie sollen Lernen am Arbeitsplatz als wichtige Komponente beinhalten und grenzüberschreitende Mobilität von Lernenden fördern. Ferner sind als wesentliche Grundprinzipien für Lehrpläne zu beachten: Qualitätssicherung, Lernergebnisorientierung, modulare Umsetzung in allen Etappen, längere Zeiten des Lernens am Arbeitsplatz und Einbeziehung von internationalem Fachwissen.

 
Los 3 – Allianzen für die Anwendung eines neuen strategischen Ansatzes („Blaupause“) zur Branchenzusammenarbeit für Kompetenzen

 

Die Blaupause zur Branchenzusammenarbeit für Kompetenzen ist eine der zehn Maßnahmen der Europäischen Agenda für neue Kompetenzen. In Los 3 sind ausschließlich Anträge aus den sechs oben genannten Branchen möglich, in denen die Blaupause in Pilotprojekten angewendet wird. Die Allianzen unterstützen diese durch die Entwicklung branchenspezifischer Qualifizierungsstrategien, welche sich systemisch und strukturell auf den Abbau von Qualifikationsdefiziten auswirken müssen, um die branchenspezifische Wachstumsstrategie zu unterstützen. Die Zielvorgaben für Los 1 und Los 2 sind in die branchenspezifische Qualifizierungsstrategie aufzunehmen. Die Partner müssen auf EU-Ebene eine Allianz für einen Sektor bilden für Zusammenarbeit hinsichtlich Fähigkeiten und Kompetenzen und die Durchführung konkreter bedarfsorientierter Maßnahmen. Die Allianz wird sich unter Führung der Branche aus weiteren relevanten Interessensvertretern zusammensetzen.

 

Allianzen für branchenspezifische Fertigkeiten berücksichtigen unter anderem die ESCO-Klassifizierung, das EU-Kompetenzpanorama „Skills Panorama“, allfällige Informationen europäischer branchenspezifischer Qualifikationsräte (European Sector Skills Councils) zu Fähigkeiten und Kompetenzen oder vorliegende Studien zu sektorspezifischen Qualifikationen sowie Ergebnisse früherer Allianzen für branchenspezifische Fertigkeiten.

Bei allen drei Losen muss ein besonderer Schwerpunkt auf digitalen Fähigkeiten und Kompetenzen liegen. Synergien mit der neuen Initiative „Digital Skills and Jobs Coalition“ („Koalition für digitale Fertigkeiten und Beschäftigung“) und mit Maßnahmen zur Förderung von Fähigkeiten und Kompetenzen für Schlüsseltechnologien sollten hergestellt werden. Ferner muss der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft unterstützt werden. Qualifikationen und nationale Lehrpläne sind so zu ändern, dass sie künftigen Anforderungen in Bezug auf „grüne Fertigkeiten und Kompetenzen“ gerecht werden.

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